Kräuterbutter selber machen – so gut, so cremig, so einfach und so lecker!
Kräuterbutter selber machen – so wird sie richtig lecker
Kennst du das? Du kaufst Kräuterbutter im Supermarkt, freust dich auf frisches Baguette … und dann schmeckt sie irgendwie nach nichts. Zu künstlich oder zu salzig oder einfach nur fettig. Dabei ist selbstgemachte Kräuterbutter so unglaublich einfach, dass du dich danach wirklich fragst, warum du jemals fertige gekauft hast.
Und das Beste? Du kannst sie komplett nach deinem Geschmack anpassen:
würzig, mediterran, mit Knoblauch, Chili, Tomate oder sogar süß-scharf. Sobald man einmal angefangen hat, eigene Kräuterbutter zu machen, gibt es kein Zurück mehr.
In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du selbstgemachte Kräuterbutter machst, welche Kräuterbutter-Varianten besonders lecker sind, wie lange Kräuterbutter haltbar ist, ob man Kräuterbutter einfrieren kann und warum du am besten nur diese eine Butter (Geheimtipp) verwenden solltest.
Fangen wir direkt an: Warum schmeckt selbstgemachte Kräuterbutter eigentlich so unglaublich gut?
Der Unterschied ist wirklich riesig! Fertige Kräuterbutter aus dem Supermarkt enthält oft, Aromastoffe, zu viel Salz, minderwertige Kräuter oder billige Fettmischungen. Selbstgemachte Kräuterbutter dagegen schmeckt – frischer, cremiger, intensiver und natürlicher. Schon allein der Duft von frischen Kräutern mit Butter und Knoblauch … ist das nicht Sommerfeeling pur?!
Aber welche Butter eignet sich nun am besten? Gibt es da Unterschiede? Hier ist mein kleiner Geheimtipp! Ganz wichtig: Verwende am besten immer Süßrahmbutter! Warum? Süßrahmbutter schmeckt milder, frischer, cremiger. Sie harmoniert perfekt mit Kräutern und Gewürzen. Sauerrahmbutter dagegen hat einen leicht säuerlichen Geschmack, der nicht zu jeder Kräutermischung passt. Gerade wenn du verschiedene Kräuterbutter-Varianten ausprobieren möchtest, ist Süßrahmbutter die beste Basis.
Grundrezept für klassische Kräuterbutter

Hier zeige ich dir, wie du deine Kräuterbutter ganz einfach selber machen kannst.
Zutaten:
- 250 g Süßrahmbutter
- 1 Knoblauchzehe
- frische Petersilie oder eine halbe Packung TK Petersilie, oder die 7-Kräuter Mischung
- Schnittlauch, geht aber auch ohne – meine mache ich immer ohne
- 1 Teelöffel Meersalz
- 0,5 Teelöffel Zucker

Zubereitung:
1. Butter weich werden lassen
Nicht schmelzen! Einfach etwa 40 – 50 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen.
Noch ein kleiner Geheimtipp: Butter aufschlagen! Wenn du die Butter 2 – 3 Minuten mit dem Handmixer aufschlägst, wird sie heller, luftiger, cremiger, fast wie im Restaurant. Der Unterschied ist wirklich gigantisch.
2. Kräuter fein hacken
Je feiner die Kräuter, desto besser verteilt sich später der Geschmack. Bei der TK Variante müsst du nicht mehr schnippeln.
3. Alles vermengen
Butter, Kräuter, Gewürze und Knoblauch in eine Schüssel geben und gut verrühren. Ich nehme dafür mein Handrührgerät oder auch manchmal einfach einen Esslöffel.
4. Formen
Du kannst die Kräuterbutter in kleine Schälchen füllen, zu Rollen formen, dann verwende einfach Klarsichtfolie oder in Eiswürfelformen geben.
5. Kühlen
Mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. FERTIG!

Die besten Kräuterbutter Varianten – jetzt wird es richtig lecker!

Kräuterbutter muss nämlich überhaupt nicht immer gleich schmecken und genau das macht sie für mich so besonders. Ich liebe es, einfach immer wieder neue Varianten auszuprobieren. Oft laufen mir beim Kochen oder beim Blick in den Kühlschrank plötzlich Zutaten über den Weg, bei denen ich sofort denke: „Oh mein Gott … das könnte bestimmt auch richtig gut in Kräuterbutter schmecken.“
So ging es mir zum Beispiel mit Ajvar. Eigentlich stand das völlig unabhängig im Kühlschrank und plötzlich hatte ich die Idee, einfach mal einen Löffel davon unter die Butter zu mischen. Und genau solche kleinen Experimente machen am Ende oft die leckersten Varianten aus. Ob frisch und sommerlich mit Kräutern aus dem Garten, würzig mit Knoblauch oder leicht scharf mit Paprika und Chili — aus einer einfachen Kräuterbutter können so viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen entstehen. Hier kommen ein paar Ideen, die ich inzwischen wirklich liebe.
Knoblauch-Kräuterbutter, der absolute Klassiker

Der Duft alleine ist schon gefährlich lecker. Diese Variante passt einfach immer: zu Baguette, Grillfleisch, Kartoffeln oder einfach aufs warme Brot, wenn es frisch aus dem Ofen kommt.
Das kommt rein:
- Butter
- frische Petersilie
- Schnittlauch
- 1–2 Knoblauchzehen
- Salz
- etwas Pfeffer
Mein Tipp: Den Knoblauch lieber frisch pressen statt Knoblauchpulver zu verwenden. Das schmeckt deutlich aromatischer. Extra lecker: etwas geriebenen Parmesan unterrühren! Das ist sooooo gut, probiere das unbedingt mal aus.
Tomaten-Kräuterbutter mit Ajvar

Das war tatsächlich eher so eine „Kühlschrank-Zufalls-Idee“ — und genau daraus entstehen manchmal die besten Kombinationen. Durch Ajvar wird die Butter unglaublich cremig, würzig und leicht rauchig.
Das kommt rein:
- Butter
- 1–2 TL Ajvar
- getrocknete Tomaten, geht auch ohne
- Oregano
- Basilikum
- etwas Paprikapulver
- Salz
Perfekt zu Grillgemüse, Ciabatta oder Pasta.
Zitronen-Kräuterbutter – frisch und sommerlich

Diese Variante schmeckt sofort nach Sommer, Garten und warmen Abenden draußen.
Besonders lecker zu Fisch, Ofenkartoffeln oder frischem Baguette.
Das kommt rein:
- Butter
- Zitronenabrieb, nimm am Besten eine Biozitrone
- ein kleiner Spritzer Zitronensaft
- Dill
- Petersilie
- etwas Schnittlauch
- Salz & Pfeffer
Die Zitrone macht die Butter richtig schön frisch und leicht.
Chilli-Kräuterbutter – für alle, die es würziger und schärfer mögen

Wenn du gerne etwas mehr Geschmack mit „kleinem Feuer“ magst, wirst du diese Variante lieben. Mega auch zu Grillfleisch.
Das kommt rein:
- Butter
- Chili-Flocken oder frische Chili
- Petersilie
- Knoblauch
- Paprikapulver
- etwas Salz
Mein Tipp: Lieber langsam an die Schärfe rantasten. Chili wird oft intensiver, je länger die Butter durchzieht.
Mediterrane Kräuterbutter

Diese Variante schmeckt für mich immer ein bisschen nach Urlaub und einem langen Abend draußen auf der Terrasse. Besonders spannend wird sie durch die Oliven, denn genau die geben der Kräuterbutter diesen richtig mediterranen, würzigen Geschmack. Ich finde ja sowieso: Sobald irgendwo Oliven, Kräuter und Knoblauch zusammenkommen, kann es eigentlich nur lecker werden.
Das kommt rein:
- Butter
- schwarze Oliven, fein gehackt
- Rosmarin
- Thymian
- Oregano
- Basilikum
- etwas Knoblauch
- optional etwas Zitronenabrieb
- grobes Salz & Pfeffer
Mein Tipp: Die Oliven wirklich fein schneiden und nicht zu viele verwenden, damit die Kräuterbutter schön cremig bleibt und nicht zu salzig wird. Besonders lecker schmeckt sie zu Ciabatta, Grillgemüse oder warmen Ofenkartoffeln.
Bärlauchbutter

Sobald Bärlauch-Saison ist, mache ich diese Butter eigentlich jedes Jahr mindestens einmal. Mein Frühlingsliebling musst du unbedingt mal ausprobieren.
Das kommt rein:
- Butter
- frischer Bärlauch
- etwas Zitronensaft
- Salz
- optional: Parmesan
Der Geschmack erinnert leicht an Knoblauch, wirkt aber irgendwie frischer und frühlingshafter.
Noch Fragen? Hier noch kurz das Wichtigste.
Welche Kräuter eignen sich besonders gut?

Besonders lecker sind:
- Petersilie
- Schnittlauch
- Dill
- Basilikum
- Rosmarin
- Thymian
- Oregano
- Bärlauch
Mein Tipp: Frische Kräuter schmecken deutlich intensiver als getrocknete.
Wie lange hält sich Kräuterbutter im Kühlschrank?
Selbstgemachte Kräuterbutter hält sich im Kühlschrank ungefähr 5 bis 7 Tage. Wichtig: immer gut verschließen, möglichst kühl lagern und immer sauberes Besteck verwenden. Wenn frischer Knoblauch enthalten ist, solltest du sie eher schneller verbrauchen.
Woran erkennt man, dass Kräuterbutter schlecht geworden ist?
Bitte wegwerfen, wenn:
- sie säuerlich riecht
- sich die Farbe verändert
- sie bitter schmeckt
- sich Wasser absetzt
- Schimmel sichtbar wird
Lieber einmal zu früh entsorgen als zu spät.
Kann man selbstgemachte Kräuterbutter einfrieren?
Ja! Und das funktioniert sogar richtig gut. Am besten:
- zu Rollen formen
- in Frischhaltefolie wickeln
- zusätzlich in einen Gefrierbeutel geben
Oder direkt portionsweise in Eiswürfelformen einfrieren. Das ist super praktisch.
Wie lange kann man Kräuterbutter einfrieren?
Selbstgemachte Kräuterbutter hält sich im Gefrierschrank etwa 3 bis 6 Monate. Je frischer die Kräuter waren, desto besser bleibt der Geschmack erhalten.
So taust du Kräuterbutter richtig auf.
Bitte nicht in die Mikrowelle werfen! Am besten langsam im Kühlschrank auftauen oder kurz bei Zimmertemperatur liegen lassen. Dadurch bleibt die Konsistenz schön cremig.
Der größte Fehler bei selbstgemachter Kräuterbutter.
Zu viele Zutaten! Ja wirklich! Viele werfen einfach ALLES hinein:
20 Gewürze, 10 Kräuter, Knoblauch ohne Ende … Und am Ende schmeckt nichts mehr harmonisch. Weniger ist oft mehr. Lieber 2-4 gute Kräuter, hochwertige Butter und frische Zutaten, das macht definitiv den Unterschied.
Mein Fazit zum Schluss:
Selbstgemachte Kräuterbutter ist günstiger, leckerer, frischer, individueller und sie macht ehrlich gesagt – ein bisschen süchtig. Vor allem – weil man ständig neue Kräuterbutter Varianten ausprobieren kann. Mein persönlicher Tipp: Immer mehrere kleine Portionen machen und einfrieren. Dann hast du spontan IMMER etwas richtig Leckeres zuhause. Und frisches Brot mit selbstgemachter Kräuterbutter, hmmm… mehr braucht man manchmal gar nicht.


